Rolle Rückwärts

Der Podcast zu Gender-Gaps und Rollenbildern

Woran liegt es eigentlich, dass Frauen 2020 noch immer den Großteil von Haus- und Familienarbeit übernommen haben? Wie steht es um die Erwerbstätigkeit von Frauen in Bremerhaven und Bremen? Führt die Corona-Krise tatsächlich dazu, dass Mütter in alte Rollenbilder zurückgedrängt werden?

Diese und weitere Fragen beleuchten wir – Tomke Claußen und Marion Salot von der Arbeitnehmerkammer, und Clara Friedrich aus der ZGF Bremerhaven – miteinander und im Gespräch mit Expertinnen und Experten aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft.

Jede Folge ein anderer Fokus – Gender-Care-Gap, Corona-Eltern, Unternehmensverantwortung. Wir wollen darüber diskutieren, wie es gelingen kann, die unbezahlte Sorgearbeit gerechter zwischen den Geschlechtern zu verteilen und so auch auf dem Arbeitsmarkt für mehr Gleichberechtigung zu sorgen.

In den vergangenen Wochen haben wir außerdem Familien dazu befragt, wie sie in den vergangenen Monaten der Pandemie erlebt haben – zunächst komplett ohne Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder, später mit zumindest brüchigen Strukturen und einer drohenden erneuten Schließung von Kitas und Schulen. Die Resonanz war enorm. Auch über diese Erfahrungen und Sichtweisen möchten wir in den kommenden Folgen sprechen.

Der Podcast Rolle Rückwärts ist eine Kooperation der Arbeitnehmerkammer im Land Bremen und der Bremischen Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF).

Alternativ zum Streamen können Sie alle bisher veröffentlichten Folgen (MP3) zum offline Hören per Rechtsklick herunterladen:

Vorschau - Worum es in dieser Podcast-Reihe gehen wird

Alle 14 Tage erscheint eine neue Folge. Freuen Sie sich auf spannende Gesprächspartnerinnen und -partner aus der Region.

Folge 12: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Vom Sinn und Unsinn des Entgelttransparenzgesetzes

Werde ich gerecht bezahlt? Der Gender Pay Gap – die Verdienstlücke zwischen den Geschlechtern – liegt derzeit noch bei rund 20%. Selbst bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit bleibt im Durchschnitt noch ein Einkommensunterschied von 6 Prozent. Damit Frauen sich bei Verdacht auf Gehaltsdiskriminierungen in ihrem Unternehmen erkundigen können, was ihre männlichen Kollegen verdienen, gibt es seit 2017 das Entgelttransparenzgesetz. Bisher wurde von diesem Gesetz aber nur selten Gebrauch gemacht – sicher auch deshalb, weil eine Klage auf eine gleiche Bezahlung kaum Aussicht auf Erfolg hatte. Ein im Januar 2021 gefälltes Urteil könnte dies nun allerdings ändern. Tomke Claußen und Dr. Marion Salot sprechen in dieser Folge mit Jan Scholand, Fachanwalt für Arbeitsrecht der Kanzlei Hentschel aus Göttingen. Er konnte dieses wichtige Urteil erstreiten. Gemeinsam mit ihm möchten wir darüber diskutieren, ob dieser Durchbruch dem Gesetz endlich die erforderliche Wucht verleiht, um die Gehaltslücke zwischen den Geschlechtern zu schließen. Wir besprechen außerdem Berichtspflichten von Unternehmen zum Stand der Gleichstellung und Entgeltgleichheit, beides ist in dem Gesetz auch berücksichtigt. Abschließend wagen wir den Blick über den berühmten Tellerrand: Machen es andere Länder besser als wir?

Folge 11: Was lernen wir aus Corona?

Was lernen wir aus Corona? Diese Frage stellen wir im Gespräch mit Anja Weusthoff, der Leiterin der Abteilung Frauen, Gleichstellungs- und Familienpolitik beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) sowie Leiterin des Fachausschusses „Aufwertung und Umverteilung von Sorgearbeit“ und Mitglied im Vorstand des deutschen Frauenrates. Zu Wort kommen auch unsere Zuhörenden, die sich im Herbst 2020 an unserer Umfrage zur Herausforderung von Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Lockdown beteiligt haben. Wir sprechen über Homeoffice, die Bedeutung von verlässlicher und qualifizierter Kinderbetreuung und darüber, wie die Krise als Brennglas die vielen Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern sichtbar gemacht hat: den Pay Gap, den Pension Gap, den Care Gap, den Digital Gap, aber auch den Budgeting Gap … Wie kann diesen Problemen geschlechtergerecht begegnet werden?

Folge 10: Digitalisierung geschlechtergerecht gestalten

Plattform-Ökonomie, Künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge – nicht nur bei Vereinbarkeit und Weiterbildung verändert die Digitalisierung unsere Realitäten. Das dritte Gutachten zum Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, veröffentlicht im Januar 2021, stellt deshalb erstmals folgendes Thema in den Mittelpunkt: Geschlechtergerechte Digitalisierung. Mit der Vorsitzenden der Sachverständigenkommission Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok, sprechen wir in dieser Folge über das Zwiebelprinzip, darüber warum es einen soziotechnischen Ansatz braucht und was es noch zu tun gibt für einen gerechten digitalen Transformationsprozess.

Folge 9: Digital-Gender-Gaps und Weiterbildung

Bietet die Digitalisierung Chancen für Frauen und Männer, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern? Schafft die Digitalisierung Flexibilität und Spielräume, von denen am Ende Frauen und Männer gleichberechtigt profitieren? Welche Grundvoraussetzungen braucht es, damit digitales Lernen funktionieren kann? Birgit Spindler von der wisoak, der Wirtschafts- und Sozialakademie im Land Bremen, ist unser Gast. Mit ihr sprechen wir über digitale Weiterbildung und Digital-Gender-Gaps. Wir erhalten Einblicke, wie innerhalb eines Jahres Präsenzlernen in Digitales Lernen umgestellt wurde und welche Hürden und Schwierigkeiten es dabei zu bewältigen galt.

Folge 8: Frauen in der Rentenfalle

Noch immer erhalten Frauen zwischen 30 und 50 Prozent weniger Renteneinkommen als Männer. Woran liegt das? Und was können wir dagegen tun? Ein Gespräch mit Dr. Magnus Brosig, Referent für Sozialversicherungs- und Steuerpolitik der Arbeitnehmerkammer Bremen. Magnus Brosig sagt: „Wir müssen bereits auf dem Arbeitsmarkt verhindern, dass später eine Rentenlücke entsteht.“

Folge 7: Ein Mann ist keine Geldanlage

„Ein Mann ist keine Geldanlage“, sagt Frau Dr. Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Bremen. Sie ist der Meinung, dass es heutzutage längst nicht (mehr) ausreicht, sich auf seinen Partner zu verlassen, um finanziell unabhängig und im Alter ausreichend abgesichert zu sein. In der 7. Folge stellen wir uns die Fragen: Ist Altersarmut weiblich? Welche Lebensläufe begünstigen Altersarmut? Noch immer ist das durchschnittliche Einkommen von Frauen deutlich niedriger als das von Männern. Frauen können sich in der Regel seltener einer Altersvorsorge sicher sein, die das Leben ausreichend finanzieren kann. Umso wichtiger ist es, sich frühzeitig mit den eigenen Finanzen auseinanderzusetzen. Die Expertin für Finanzen gibt praktische Tipps, was jede und jeder Einzelne von uns tun kann, um eine entsprechende Altersvorsorge aufzubauen.

Folge 6: Mit Gesetzen den gesellschaftlichen Wandel anstoßen – Was geht und was geht nicht?

Damit die Sorgearbeit zwischen Müttern und Vätern gerechter aufgeteilt wird, sollten durch die Einführung des Elterngeldes und des Rechtsanspruchs auf Kinderbetreuungsplätze Anreize geschaffen werden. Frauen könnten dann auch früher in den Beruf zurückkehren. Tatsächlich ist die Erwerbsbeteiligung von Frauen in den vergangenen zehn Jahren deutlich angestiegen. Aber hat dies auch zu mehr Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt beigetragen? Und übernehmen Väter inzwischen mehr Verantwortung bei der Kinderbetreuung? Welche Effekte hat die jüngst beschlossene Frauenquote für Konzernvorstände? Ist es überhaupt möglich, mit Gesetzen einen gesellschaftlichen Wandel anzustoßen? Diese und weitere Fragen diskutieren wir in der 6. Folge unseres Podcasts „Rolle Rückwärts – Über Gender-Gaps und Rollenbilder“ mit Doris Achelwilm. Sie ist Bremer Bundestagsabgeordnete und ordentliches Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Folge 5: Was können Unternehmen tun?

Die Herausforderungen des Lockdowns mit Schließung von Kita und Schule stellen insbesondere Familien vor besondere Herausforderungen. Arbeitgeber sind hier gefordert, gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden Lösungen zu finden, um eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Denn häufig sind es immer noch Frauen, die in dieser Situation die Arbeitszeit reduzieren oder unter der Belastung von Kinderbetreuung/Homeschooling und Homeoffice zusammenbrechen. Welche Strategien für mehr Geschlechtergerechtigkeit gibt es in Unternehmen? Was bedeutet Familienfreundlichkeit aus Sicht des Arbeitgebers und wie haben Unternehmen in Zeiten von Corona reagiert, um eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen? Wir sprechen mit Frau Bianca Strötzel der Firma Frosta.

Folge 4: Eine verlässliche Kinderbetreuung ist der Schlüssel!

Die Corona-Pandemie stellt Familien vor eine extreme Belastungsprobe. Der Wegfall von Betreuungsmöglichkeiten für Kinder, fehlende Sozialkontakte und Homeschooling fordern ihren Preis. Die Kritik am Umgang mit Familien im Krisenmodus und die Priorisierung anderer gesellschaftlicher Bereiche durch die Politik war und ist vielseitig. Wir sprechen mit Michael Frost, Dezernent der Stadt Bremerhaven für Schule, Kultur sowie Jugend, Familie und Frauen, über die Herausforderungen, die Corona für das Betreuungssystem bedeutet und welche Maßnahmen Bremerhaven ergreift, um Infektionsschutz und Betreuung zu vereinbaren.

Folge 3: Das Henne-Ei-Problem: Care-Arbeit und Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt

Wer zu Hause die Sorgearbeit übernimmt, zieht auf dem Arbeitsmarkt den Kürzeren. Diese Gleichung verläuft nach wie vor zu Lasten der Frauen. Aber wie ist die Situation in Bremen und Bremerhaven? Wie gut gelingt es den Frauen hier auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen? Was ist zu tun, um Care Arbeit gerecht zwischen Männern und Frauen zu verteilen und führt dies dann automatisch zu mehr Gleichberechtigung im Erwerbsleben? Wir sprechen mit Dr. Marion Salot. Sie ist Referentin für Wirtschaftspolitik und Gleichstellung bei der Arbeitnehmerkammer Bremen und sagt: „So lange Frauen den überwiegenden Teil der unbezahlten Sorgearbeit übernehmen, ist die Gleichberechtigung auf dem Arbeitsmarkt eine reine Utopie.“

Folge 2: Care und Corona: Eine Bestandsaufnahme

Wie geht es den Familien in der Corona-Pandemie? Stimmt es, dass vor allem Frauen in der Krise beruflichen zurückstecken und in alte Rollen gedrängt werden, weil die Kinderbetreuungsstrukturen brüchig geworden sind und teilweise sogar ganz wegfallen? Wir sprechen mit der Familien- und Lebenslaufsoziologin Dr. Sonja Bastin darüber, welchen Stellenwert Care Arbeit in unserer Gesellschaft hat. Sie sagt: „Kindererziehung ist kein Hobby, sondern wichtiger Wirtschaftsfaktor“.

Folge 1: Care-Arbeit - was ist das eigentlich?

„Wie die Gesellschaft im Krisenfall reagiert hat – dass vor allem Frauen ihre Arbeitszeit reduzieren und Sorgearbeit und Homeschooling übernehmen – zeigt, dass wir längst nicht so weit sind, wie immer wieder behauptet wird.“ Clara Friedrich (ZGF Bremerhaven) und Tomke Claußen (Arbeitnehmerkammer Bremen) sprechen über unbezahlter Sorgearbeit, Care-Arbeit und den Gender Pay Gap. Anmerkung: Diese Folge wurde bereits Anfang Dezember aufgezeichnet.

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Am 2. Juli geht es weiter!

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