Pressemitteilung

02.02.2021

Was machen wir morgen? Qualifizierungsoffensive starten

Mit dem Bremen-Fonds und der Haushaltsaufstellung 2022/2023 stehen zwei Ereignisse auf der Agenda, die die Weichen für Bremens nähere Zukunft stellen.

"Es muss jetzt darum gehen, eine breite Qualifizierungsoffensive im Land zu starten“, so Ingo Schierenbeck, Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer Bremen. "Wir haben in Bremen zu wenig Ausbildungsplätze und zu viele Menschen ohne Berufsausbildung auf dem Arbeitsmarkt. Gleichzeitig brauchen wir am Industriestandort Bremen gut ausgebildete Fachkräfte, um die Herausforderungen der Digitalisierung und Energiewende zu bewältigen. Und wir brauchen qualifizierte Beschäftigte, die unser Gemeinwesen stabilisieren – im Gesundheits-, Bildungs- und Erziehungsbereich."

Die Arbeitnehmerkammer plädiert dafür, Mittel für eine solche Qualifizierungsoffensive im Bremen Fonds und im Doppelhaushalt 22/23 bereit zu stellen. Konkrete Projektvorschläge sind folgende:

Beschäftigte unter fairen Bedingungen für neue Arbeit qualifizieren

Einzelhandel, Industrie, Logistik – bedeutende Bremer Branchen werden sich durch Strukturwandel, Globalisierung, Digitalisierung erheblich wandeln. Arbeitsmarktpolitik sollte nicht erst auf den Plan treten, wenn der Worst Case, nämlich Arbeitslosigkeit, eingetreten ist. Es braucht gemeinschaftlich von Land, Arbeitsagentur und Betrieben finanzierte Transformationsgesellschaften. In ihnen können von Personalabbau betroffene Beschäftigte einer Branche aufgenommen werden, um sich frühzeitig beruflich neu zu orientieren – in andere Branchen, neue Berufe oder höher qualifizierte Tätigkeiten. Facharbeit kann so gesichert, Nachfrage am Arbeitsmarkt bedient und Abstiege können verhindert werden.

Digitalisierung und ökologische Wende gemeinsam bewältigen

Die Digitalisierung, aber auch die Bewältigung der sozialökologischen Wende werden weite Teile der bremischen Wirtschaft stark verändern. Dieser Wandel muss gestaltet und Beschäftigung gesichert werden. Ein Landesprogramm zur Förderung von Innovation und Beschäftigung im digitalen und sozialökologischen Wandel muss sich gleichberechtigt an Betriebsleitungen und Betriebsräte richten. Über solche Programme können Weiterbildungskonzepte aufgestellt und Geschäftsmodelle mitbestimmungsorientiert entwickelt werden. Betriebe und Belegschaften werden nachhaltig für die Zukunft gerüstet, die Mitbestimmung und die Sozialpartnerschaft werden gestärkt.

Ausbildung stärken – neue Instrumente entwickeln

Auf die Corona bedingten Einbrüche am Ausbildungsmarkt hat das Land Bremen mit einem eigenen Programm für außerbetriebliche Ausbildungsplätze reagiert. Die geförderten Ausbildungsberufe könnten an den Fachkräftebedarfen der „Green Economy“ orientiert werden – d.h. einen Schwerpunkt bei umweltfreundlicher Energieerzeugung, Energieeffizienz und nachhaltiger Mobilität setzen. Politisch initiierte Ausbildungsverbünde können Kleinbetriebe bei der Ausbildung unterstützen und die jeweiligen Ausbildungsgänge mit neuen ökologischen Lernzielen ergänzen. Vorausgesetzt, es stehen genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung, kann eine Kampagne auf Zukunftsberufe aufmerksam machen und für sie im Zusammenhang mit der Bewältigung der Klimakrise werben. Zugleich müssen Berufsschulen technisch und finanziell so ausgestattet werden, dass sie – zum Beispiel gegenüber Universitäten – nicht als Bildungsstätten „zweiter Klasse“ wahrgenommen werden.

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