Pressemitteilung

29.10.2020

Ausbildung: Corona-Jahrgang droht verloren zu gehen

Arbeitnehmerkammer zieht Zwischenbilanz zum Ausbildungsmarkt

Die Corona-Krise hat auch vor dem Ausbildungsmarkt nicht haltgemacht. Das zeigt die heute (Donnerstag) vorgestellte Bilanz der Agentur für Arbeit zu Berufsberatung und Ausbildungsvermittlung. Demnach ist die empfindliche Lehrstellenlücke auf dem Ausbildungsmarkt angesichts der Corona-Pandemie noch größer geworden. „Das Angebot an Ausbildungsplätzen ist deutlich zurückgegangen, immer mehr Jugendliche bleiben unversorgt. Einen verlorenen Corona-Jahrgang können wir uns aber nicht leisten“, mahnt Ingo Schierenbeck, Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer Bremen.

Angesichts ungewisser Geschäftsaussichten haben sich die Ausbildungsbetriebe mit ihren Lehrstellenangeboten spürbar zurückgehalten. Auch die Jugendlichen hatten es nicht leicht: Ausgerechnet in der für den Übergang in Ausbildung entscheidenden Phase fand in diesem Jahr keine Schule statt, und auch die Berufsberatung hatte ihre Türen zeitweise geschlossen. Dennoch ist die Zahl der dort registrierten Bewerberinnen und Bewerber in etwa so hoch wie im Vorjahr. Doch bei den Ausbildungsplätzen ist ein deutlicher Einbruch zu verzeichnen. Insgesamt haben die Betriebe im Land Bremen 4.722 Lehrstellen gemeldet. Das waren 601 weniger als im Vorjahreszeitraum und entspricht einem Rückgang um 11,3 Prozent. Dabei ist die Stadt Bremen besonders betroffen. Hier gingen die angebotenen Ausbildungsstellen sogar um 15 Prozent zurück.

Rund 1.000 geeignete Bewerberinnen und Bewerber gehen leer aus

Die Folgen sind gravierend. Nur 1.408 Jugendliche (31,6 Prozent) konnten von der Berufsberatung in eine ungeförderte Ausbildung vermittelt werden, 998 (22,4 Prozent) geeignete Bewerberinnen und Bewerber suchten dagegen bis zum Schluss erfolglos und gingen leer aus. „Die junge Generation hat ein Recht auf gute Zukunftschancen, und die Wirtschaft braucht demnächst so dringend Fachkräfte wie nie zuvor“, betont Schierenbeck. Denn in den nächsten zehn Jahren gehen die gut ausgebildeten sogenannten Babyboomer in Rente und werden am Fachkräftemarkt eine empfindliche Lücke hinterlassen.

Umso mehr begrüßt die Arbeitnehmerkammer die Initiative der Landesregierung, die mit 120 zusätzlichen außerbetrieblichen Ausbildungsplätzen die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Ausbildungsmarkt abpuffern will. „Dieser Zukunftsschirm für Ausbildung ist ein wichtiges Signal des Senats für die Überbrückung dieser Notsituation“, betont Regine Geraedts, Referentin für Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik bei der Arbeitnehmerkammer. Sie beobachtet seit Jahren mit Sorge, wie das Ausbildungsengagement der Betriebe im Land Bremen nachlässt. „Danach sollte politisch ein Reglement gefunden werden, damit sich die Wirtschaft aus eigener Kraft mit ausreichend Fachkräftenachwuchs versorgt“, zeigt sich Geraedts überzeugt.

Im Dezember liegen beim Berufsbildungsinstitut alle Daten vor, um die Gesamtbilanz zum Ausbildungsmarkt 2020 zu ziehen.

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