Pressemitteilung

20.01.2021

Arbeit braucht Fläche – und die will gut genutzt sein

Handelskammer und Arbeitnehmerkammer legen gemeinsames Positionspapier zur Bremer Gewerbeflächenpolitik vor.

Das Plenum der Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven und der Vorstand der Arbeitnehmerkammer Bremen haben ein Positionspapier zur Gewerbeflächenpolitik in der Stadt Bremen verabschiedet. Beide Kammern sehen in der qualitativen und quantitativen Weiterentwicklung der Gewerbegebiete eine wichtige Weichenstellung für die bremische Wirtschaftsstrukturpolitik. Mit Blick auf die Aufstellung des Gewerbeflächenentwicklungsprogramms 2030 (GEP) ist es der Handelskammer und der Arbeitnehmerkammer ein Anliegen, die Diskussion über Gewerbeflächen zu versachlichen.

Zur Veröffentlichung des Positionspapier sagte Handelskammer-Präses Janina Marahrens-Hashagen: „Die oberste Priorität des Senats sollte sein, zukunftsorientierte  Rahmenbedingungen für Gewerbeansiedlungen zu schaffen, um auf diese Weise Arbeitsplätze und Unternehmen sowie letztlich die mit der Wertschöpfung verbundenen direkten und indirekten Steuereinnahmen für Bremen zu sichern“. Der Senat müsse bei der Gewerbeflächenentwicklung an einem Strang ziehen und sich für einen starken Wirtschaftsstandort mit sicheren Arbeitsplätzen einsetzen. Dazu gehöre auch eine gemeinsame strategische Flächenentwicklung mit dem niedersächsischen Umland, betonte Präses Janina Marahrens-Hashagen.

Peter Kruse, Präsident der Arbeitnehmerkammer Bremen, zum gemeinsamen Positionspapier: „Der Zwei-Städte-Staat Bremen muss effizient mit Flächen umgehen. Gewerbeflächen  und Unternehmensansiedlungen müssen als ein Instrument für mehr und gute Beschäftigung sowie stabile Steuereinnahmen gesehen werden. Dabei sind möglichst hohe  Arbeitsplatzeffekte anzustreben. Wir unterstützen daher das im Rahmen des GEP 2030 vorgesehene Monitoring zur Entwicklung von Bestandsgebieten.“

Mit dem Ziel, urbane Produktion und Wertschöpfung zu erhöhen sowie bestehenden Betrieben eine Entwicklung am oder nahe zum eigenen Standort zu ermöglichen, sollten die  vorhandenen Standorte weiter qualifiziert und gegebenenfalls auch räumlich weiterentwickelt werden. Dies gilt beispielsweise für das Gewerbegebiet Bayernstraße, dessen Erweiterung in Verbindung mit einer besonderen Profilierung hinsichtlich Klimaeffizienz und KMU-Prägung dringend geprüft werden sollte.

Ingo Schierenbeck, Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer Bremen, ergänzte: „Vielen bestehenden Gewerbegebieten mangelt es zudem auf Grund ihrer planungsrechtlichen Struktur, Randlage und Historie an geeigneter Infrastruktur und ÖPNV-Angeboten für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Gewerbegebietsmanagements könnten dabei helfen,
lokale Defizite und Probleme anzugehen und Standortvorteile wie die gemeinsame Nutzung von Einrichtungen und Maschinen zu etablieren.“

Die Stadt Bremen ist heute mit gut 48.000 Beschäftigten im Automobilbau, der Luft- und Raumfahrt, der Stahlbranche, der Lebensmittelwirtschaft und vielen weiteren Zweigen des verarbeitenden Gewerbes einer der größten Industriestandorte Deutschlands. Dr. Matthias Fonger, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Bremen, sagte: „Industrie und Logistik stellen gemeinsam fast 30 Prozent aller Arbeitsplätze in der Stadt Bremen und erarbeiten einen bedeutenden Teil der Wertschöpfung. Diese Branchen sind für ihre Entwicklung auf ein gutes Flächenangebot in klassischen Industrie- und Gewerbegebieten angewiesen.“ Das Gewerbeflächenangebot sei aktuell nicht hinreichend angebotsorientiert, die Erschließung neuer Gewerbeflächen halte gegenwärtig nicht mit der Vermarktung der vorhandenen Gewerbeflächen Schritt. „Bremen“, so der Hauptgeschäftsführer, „sollte als Dispositionsreserve ein differenziertes Angebot an ungebundenen, unreservierten, marktgängigen und sofort verfügbaren Gewerbeflächen im Umfang von rund 100 Hektar vorhalten - hierbei sind Potenziale der Innenentwicklung und Flächenoptimierung einzubeziehen.“

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  • Gemeinsames Positionspapier zur Gewerbeflächenpolitik

    von Arbeitnehmerkammer Bremen und Handelskammer Bremen - IHK für Bremen und Bremerhaven

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